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Judith
Titel: NovaRock - Pannonia fields II  BeitragVerfasst am: 09.06.2006, 23:17 Uhr
Gasometer-Guru
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Ja liebe Leute, es ist wieder mal so weit,
von 15. bis 17. Juni 2006 findet Pannonia fields II statt.

Diesmal habe ich es geschafft einen 3-Tages-Pass zu ergattern.

Ich werde von den rockigen Impressionen berichten.

Am meisten freu ich mich auf Sportfreunde Stiller, Starsailors, Mia., Seeed und total auf PLACEBO.


Mit einem rockigen Gruß verabschiede ich mich


Judith

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Hannes
Titel:   BeitragVerfasst am: 10.06.2006, 01:47 Uhr
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Na hoffentlich wirds nicht so eine Schlammschlacht wie letztes Jahr Wink Placebo sind life ganz toll Smile
Viel Spaß !

lg
Hannes

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Judith
Titel:   BeitragVerfasst am: 10.06.2006, 23:38 Uhr
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die Schlammschlacht, naja dann hab wenigstens was zum ERzählen.
Außerdem bin ich eh ausgerüstet, es fehlen nur noch die Gummistiefel *gg*
ich hab mir das Live-Konzert von Placebo bei Rock am Ring auf MTV angeschaut, die sind voll abgerockt.
I can't wait to see them!

Ju

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Judith
Titel:   BeitragVerfasst am: 21.06.2006, 23:00 Uhr
Gasometer-Guru
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Das war mein NovaRock – Pannonia fields II


Schon Donnerstags in der Früh wusste ich, dass wir ein einmaliges Festivalwochenende mit den besten Vorraussetzungen – Sonne, kein Regen in Sicht.

Die Anfahrt zum Festival gestaltete sich etwas schwierig und langwierig. Zum Glück hatten meine Mitfahrer und ich einen persönlichen Verkehrslageberichterstatter auf Motorrad (meinen Bruder Norman). Lt. seinen Bericht war Nickelsdorf ein riesiger Parkplatz und auf der Autobahn sähe es auch nicht besser aus. Nach einer Diskussion im Auto wurde beschlossen, wir umfahren den Stau, in dem wir einfach vor dem Grenzübergang Nickelsdorf umdrehen und dann Richtung Wien bei der Abfahrt Nickelsdorf aufs Festivalgelände gelangen sollten. Alles gut und schön – der Verkehr wurde bei den Abfahrten nicht wirklich geregelt. Nichts desto trotz sangen/grölten wir lautstark im Auto zu den Klängen von Placebo.

Nachdem wir nach knapp 2 Stunden einen Parkplatz ergattert hatten(Abfahrt von Tadten war um 17.00 Uhr), begaben wir uns auf die Suche nach unseren Freunden, die dort campten. (ich habe mich als persönlicher Nahversorger verpflichtet und wurde täglich mit diversen Wünschen, wie WC-Papier oder Wasser, Bier, Wein sowie auch einen Waschlappen!!! Belagert).Nach einer weiteren halben Stunde hatten wir sie endlich gefunden.

Meine beiden männlichen Mitfahrer waren knapp davor aufgrund von mangelnden Nährstoffen einen Kollaps zu erleiden, zum Glück waren dort kundige Männer und es wurde dies durch kühlende Bierzufuhr verhindert. Nachdem der beinahe medizinische Ausnahmezustand beseitigt war, ging es auf einen 20 min. Marsch zum Festivalgelände. Na ja dann kann das übliche Spiel, Reservierschein gegen Karte tauschen, Karte gegen Band tauschen, 5 Euro für einen Müllsack zahlen, wobei ich täglich hin und hergefahren bin (trotz heftiger Diskussion mit der dortigen Dame aus dem wunderbaren Nachbarland – ich musste trotzdem zahlen).

Meine Freunde und ich betraten das Paradies für jeden Festivalbesucher – den Campingplatz. Durch diesen schlugen wir uns zur RedStage vor: wir hörten schon die wunderbaren Klänge von Hard-Fi. Wir stürmten sofort in die Menge und rockten mit. Der nächste Act war Queens of the Stone Age, tja die Damen der Runde schmachteten nur noch. Gesehen habe ich nicht viel, aber gehört und es war eine Wohltat für meine Ohren.
Nach kurzem Lauschen der Sportfreunde Stiller (Headliner der RedStage) marschierten wir die 500 m des Verbindungsweges zur BlueStage (die Hauptbühne) zum Headliner des Tages Metallica. Ich war beeindruckt die Burschen haben über 2 Stunden gespielt und ein fulminantes Konzert gegeben. Tja, und was kommt immer – wenn es am schönsten ist, muss man aufhören.

Völlig berauscht von Metallica ging ich zu meinem Auto, was ich in der dunklen Nacht nicht mehr wirklich fand, zum Glück gab es nette Burschen, die mir halfen einen weißen Ford Escort zu suchen. Naja, der Escort war nicht mehr weiß sondern extrem staubig mit einer ca. 0,5 cm dicken Staubsicht bedeckt. Also ab da wußte ich, warum ich mein Auto nicht sofort finden konnte. ;o) Meine Mitfahrer blieben noch am Gelände. Also rauf auf die Autobahn, Placebo in den CD-Player rein (musste mich ja mental und texttechnisch gesehen auf den Freitag vorbereiten). Grinsend fuhr ich dann nach Wien. Was für ein tolles Gefühl, müsste ich am nächsten Tag nur nicht arbeiten. Aber mir war alles egal! Nur noch ein bisschen schlafen, ein paar Stunden arbeiten und schon bin ich wieder auf den Weg zum NovaRock.

Am Freitag sind wir dann um ca. 16.30 wieder Richtung Nickelsdorf gefahren, mit einem Zwischenstop beim BILligen LAden um die Wünsche unserer befreundeten Camper zu besorgen. Um 17.30 sind wir dann bei diesen angekommen und ergatterten die letzte freie Parkmöglichkeit auf dem Parkplatz. Die Stimmung war dort war famos, die Camper besuchten sich gegenseitig, gingen meist in riesigen Gruppen zum Gelände. Um 18:15 marschierten wir los zum Gelände. An diesem Tag war die BlueStage an der Reihe.
Leider verpassten wir „Starsailor“, das Abschlusslied hörten wir beim Eingang. Sehr zum Leidwesen eines Freundes. Wir hatten nach ca. 5 Stunden bis der Headliner „Placebo“ des Tages auftrat. Wir versorgten uns mit Trinken (alkoholisch und nicht-alkoholisch) und Essen und suchten uns dann ein gemütliches Plätzen zum Sitzen, damit wir die Musik genießen konnten. Nach den Auftritten von Live und Massive Attack, war es endlich soweit. Die Mädels der Runde schlugen sich einen Weg durch die Fanmassen vor der BlueStage um nahe am Geschehen zu sein. Die Burschen beschlossen einstimmig sich das Konzert vom Rande der Massen anzusehen.
23.30 – die Bühne wurde finster. Dann sind sie erschienen, die 3 Mannen von Placebo. Sie ging nicht einfach auf die Bühne, sie sind wirklich erschienen. Brian und Stef in unschuldigen Weiß gekleidet und der Schlagzeuger in schwarz und die beiden anderen Bühnenmusiker, welche normalerweise immer hinter der Bühne bzw. Vorhang ihren Job erledigten, in schwarz gekleidet.
Das Einstiegslied „Infra-Red“ schlug total ein. Zu Beginn wurden nur Lieder vom neuen Album gespielt.
Die Begrüßung von Brian war wie folgt (er sprach deutsch): „Vielen Dank.Sehr geehrten Damen und Herren. Wir sind die Damen und Herren von Placebo“. Der Gott der Androgynen sprach auf der Bühne, zeigte Emotionen sowie viele Gesten, er lächelte auf der Bühne sogar – was relativ selten ist.
Stef – der Bassist – hatte eine sehr erotische Beziehung zu seinen Gitarren, er tanzte mit ihnen, schlug sie, küsste sie. Mein Freundin Kathrin war fasziniert von Stef.
Das Lied „Every me every you“ wurde von der Menschenmasse nicht erkannt, weil die Intro-Akkorde rückwärts nach vorne gespielt wurden (haupt ihr das eh kapiert ?). Aber als Brian die Stimme erhob, waren tausende von Menschen außer Rand und Band. Doch wie es so ist, ein Ende gibt es immer, aber keine der Besucher wollte, dass dieses Ende schon mit 00.45 eintrat. Sie gingen von der Bühne. Nach einem ca. 5 Minuten Sprechchor „Placebo Placebo“ erschienen sie wieder. Als Zugabe gab es die Coverversion „Running up that hill“, „Special K“ und „Nancy Boy“ und ein 5-minütiges Gitarrespielen (Brian auf den Knien, Stef zog die Gitarre einfach hinter sich her, schwang sie in der Luft).
Ich kann wirklich sagen, es war ein optischer Orgasmus für meine Augen sowie ein akustischer für meine Ohren.
Die Festivalbesucher gingen berauscht durch die Musik friedlich zu ihren Zelten bzw. Autos zurück.
Tja, der Besuch am Freitag endete mit 3:30 – und ich konnte den Tag 3 nicht mehr erwarten.

Am Samstag war ich schon sehr zeitig dort, diesmal ohne Mitfahrer, ich war um 13.30 schon bei meinen Freunden am Parkplatz. Wir ließen uns sonnen oder schliefen.

Unsere erste Band von Samstag sahen wir um ca. 18.30 – Oomph auf der BlueStage. Ich kann nur sagen sehr laut, extrem laut und die Stimmung war ausgelassen.
Während dieses Konzertes mischten sich 2 Jungs von der Band Seeed in die Menge und rockten auch ab.
Nach Oomph kam die Bloodhound Gang – die Musik war bei diesem Konzert nebensächlich. Die Live-Show von den Jungs ist einmalig, die saufen, fluchen und pissen sich gegenseitig an. Ich habe noch nie soviel bei einem Gig gelacht wie da.

Nach der Bloodhound Gang marschierten wir zur RedStage. Dort gab Mia. ihre noch nicht erschiene Platte zum Besten sowie auch ältere Lieder wie „Hungriges Herz“.

Um 23.15 traten dann SEEED auf. Ich hab noch nie so ein Sommerfeeling im nördl. Burgenland erlebt. Mit Dancehall und Reggae hat Seeed die Menge total auf ihrer Seite. Die Show war einmalig. Ich kann nur sagen, die Burschen haben eine Kondition. Die haben getanzt, sind gehüpft usw. Sie performten Lieder wie „Aufstehen“, „Ding“, „Schwinger“ und „Music Monks“.

Die Guns’n Roses haben wir gespritzt, weil ich die noch nie mochte.

Noch was am Rande: Ich traf meine wundervollen vis-a-vis-Nachbar wieder. Sein Kommentar: „Geh gib Voigaaaaaaaaaaas“. Tja, er war enttäuscht, weil ich mir Seeed angeschaut habe und nicht die G’n’R.

Bestes T-Shirt am Festival:
Die Aufschrift: Vietnam war nur ein Krieg, Hollabrunn die Hölle!



Mein Fazit von den 3 Tagen NovaRock:
Geiles Wetter, geile Bands mit geiler Musik.
Und nächstes Jahr bin ich mind. 3 Tage dort und ich werde campen. Weil alle haben gestunken und war saudreckig und keinen hat es gestört.

Um dem Gerücht entgegen zu wirken, Rocker sind nicht aggressiv, ich habe noch nie so ein friedliches Miteinander gesehen wie dort.

Um einen Überblick zu geben: In diesen 3 Tagen NovaRock waren ca. 145.000 Besucher dort. Davon 100.000 3-Tage-Päße.


In diesem Sinne
Bis nächstes Jahr – NovaRock – Pannonia fields III


Gehabt euch voll und rockt


Judith

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